22.08.2011
Nach und nach wird alles aufgearbeitet. So spät dran wie immer!
St. Kilda ist der Stadtteil von Melbourne der direkt am Meer liegt. Unser zweiter Ansprechpartner aus dem Work’n’Holiday Büro macht jeden Montag eine Tour an den Strand, denn abends kommen die Pinguine ans Land. Die Fahrt dahin hat uns 7 Dollar gekostet, weil man direkt ein Tagesticket lösen muss. Da beschwert sich einer nochmal über die BSAG…
Die Tram war so voll,dass wir am Anfang weder an den Fahrkartenautomat dran gekommen sind, an den man nur mit Münzen bezahlen konnte, noch dass man sich hinsetzten konnte. Dafür dass es so teuer ist, fahren erstaunlich viele Australier mit der Tram. Auf den Straßen ist bei Feierabendverkehr aber auch unglaublich viel los.

Nach 25 Minuten fahrt kommt man aus der Großstadt hinaus und sieht dass Meer. Ein schöner Augenblick, nach der Hektik der Großstadt, wieder ein bißchen Beschaulichkeit. An der langen Strandpromenade reihen sich Restaurants und Imbisse aneinander. Die frische Seeluft ist viel kälter als es in der Stadt war, aber die warmen Farben, der im Meer verschwinden Sonne lässt alles viel wärmer schimmern.
Julian braucht viel länger für seine Fotos als ich, sodass wir andauernd hinten dran hängen. Dafür gibt’s aber auch ein schönes Foto von mir und meiner Posttasche, zu bestaunen auf seinem Blog.
Nachdem der Tag uns fast verlassen hast, sind wir an der Landzunge der Pinguine angekommen. Es ist sehr dunkel und auf den braunen Felsen hebt sich ein schwarzer Pinguin kaum ab. Aber bei genauererm Hingucken sieht man doch ein,zwei. Sogar ein Pärchen, dass dicht zusammen gekuschelt zwischen zwei Steinen hockt. Ich wusste gar nicht dass Pinguine überhaupt laut sein können, doch scheinbar fühlen sie sich durch die Menschen bedroht. Wenn einer anfängt stimmen die anderen in eine Art Geschrei mit ein. So richtig Artgerecht scheint es mir nicht jeden Abend Touristenmaßen durch die Schlafstätte der Pinguine zu schicken. Mit der Zeit wurde der Wind immer stärker und ich mit meiner Erkältung war kurz vorm gefühlten Erfrieren und froh als sich alle dann wieder Richtung Tram bewegten.
Eine einmalige Erfahrung war es trotz allem!


